Infrarotheizungen - Vorteile und Merkmale

Es klingt ja auch ZU schön:
Wohlige Wärme, aber keine aufwändige Installation einer konventionellen Heizungsanlage, keine Rohrverlegung, keine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage, kein Schornsteinfeger, ...

Geht nicht? Geht doch!

Gute Infrarot-Heizungen sind längst auf einem technischen Niveau, um Ihnen mittels Umwandlung von Strom in Infrarot-C Strahlung eine vollwertige Heizung für Ihre Räume zu bieten. Je nach Bausubstanz zu vergleichbaren oder sogar geringeren Betriebskosten wie eine konventionelle Warmwasserheizung.

Technisch gesehen unterscheiden sich die Infrarot-Heizungen von den bei uns ebenfalls erhältlichen Infrarot-Heizstrahlern in der Wellenlänge der Infrarotstrahlung. Diese Wellenlängen haben einen unmittelbaren Einfluß auf das Wirkprinzip der Infrarotstrahlung.

Infrarot-Strahler emittieren Infrarot-A Strahlung, welche die Luft nicht erwärmt und das Wärmegefühl erst am Körper entstehen lässt. Sie sind damit ideal für den Außeneinsatz aber auch für Indoorbereiche, z.B. Hallen oder Zelte. Die Wärmestrahlung steht quasi direkt nach dem Einschalten des Strahlers zur Verfügung.

Eine Infrarot-Heizung basiert auf Infrarot-C Strahlung. Etwa 20% der Strahlungsenergie dient zur Erwärmung der Luft, der Rest dringt in umliegende Gegenstände (z.B. Möbel) und Wände ein und erhöht deren Temperatur moderat (2-3 Grad Celsius über Lufttemperatur). Dies reicht aus, um den kompletten Raum zu beheizen. Und natürlich spürt der menschliche Körper ebenfalls diese Infrarotstrahlung, nimmt sie als wohlige Wärme wahr. Der Effekt ist gleich der eines Kachelofens oder der Sonnenstrahlung im Winter.

Bei einer konventionellen Heizung wird erwärmtes Wasser durch Rohre zu den Heizkörpern oder in Leitungen im Fußboden gepumpt, wodurch dann die Luft erwärmt wird, die dann wiederum Möbel und Wände erwärmt. Dieses Prinzip hat gravierende Nachteile. Erstens wird mit der zirkulierenden Luft auch Staub verteilt, zweitens sammelt sich warme Luft oben an der Decke des Raumes.

Bei Einsatz von Infrarot-Platten ist das Prinzip quasi "umgekehrt", da die leicht erwärmten Möbel und Wände ihre Wärme an die Luft abgeben, welche daher kaum zirkuliert. Das Ergebnis sind beispielsweise deutlich weniger Staub (ein Segen für Allergiker), und die Verhinderung von Schimmelbildung. Denn Schimmel entsteht immer an "Kältebrücken" von Wänden, die gibt es mit Infrarot-Heizungen nicht. Daher kann man mit Infrarot-Heizungen prinzipiell sogar feuchte Wände trocknen.

Aus diesem Grund ist es auch wichtig, eine Infrarot-Heizung "freistrahlend" zu montieren, nicht zu verdecken und möglichst nicht unter einem Fenster.

Infrarot-Heizungen sind auch der ideale Ersatz für alte Nachtspeicherheizungen.

Infrarot Heizplatten werden bis auf spezielle Modelle (z.B. Handtuchheizungen) immer geschaltet (ein-aus), nicht hoch- oder heruntergeregelt. Raumthermostate übernehmen diese Schaltsteuerung, je nach individueller Einstellung. Möglichkeiten zur Temperaturregelung gibt es vom einfachen Steckerthermostat über Funkbasierte Raumfühler mit Display bis hin zur WLAN-Lösungen mit App (Android oder IOS) und optionalem Fern-Zugriff über das Internet.